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Wachteln im Gartenhaus halten – das sollte man beachten


Im Gegensatz zum Huhn ist die Coturnix coturnix, die Wachtel, ein sehr unauffälliger Vogel, dessen Bestand in den letzten Jahrzehnten unglücklicherweise immer mehr zurückgeht. Der Umstand, dass immer mehr Menschen es vorziehen, statt einer aufwendigen Hühnerhaltung Wachteln zu halten, wirkt dieser Entwicklung aber entgegen. Wachteln sind in ihrer Haltung und Pflege relativ unkompliziert und deutlich weniger raumintensiv als Hühner. Dadurch ist schon auf kleinstem Gebiet, etwa in einem Garten mit Gartenhäuschen, ein artgerechtes Halten von einem Wachtelstamm möglich. Je nach Wachtelart werden die Tiere als Ziervögel oder zur Gewinnung von Eiern und Fleisch gehalten. Sowohl die Eier der Wachtel als auch ihr Fleisch gelten in Deutschland als Delikatesse.

Wachtel im Feld

Auch wenn die Wachtel in ganz Deutschland heimisch ist, so bekommt man sie aufgrund der guten Tarnung nur selten zu Gesicht. In Wikipedia steht nicht umsonst “ein im Verborgenen lebender Vogel”… (Fotos: Fotolia).

 

Der Lebensraum der Wachteln

Der Wachtelstamm, der je nach Größe des Geheges in seiner Größe variieren kann, braucht, um artgerecht gehalten zu werden, einen entsprechend gestalteten Stall, idealerweise verbunden mit einem Freilaufgehege. Anders als Hühner ziehen sich Wachteln abends nicht auf erhöhte Positionen zurück, sondern verbleiben gerne in Bodennähe. Herkömmliche im Handel erhältliche Hühnerhäuser werden daher von ihnen nicht angenommen.

Auch das Bauen eines Wachtelstalls durch einen kundigen Fachmann ist nicht immer möglich. Eine gute und auch preiswerte Alternative bieten hier die handelsüblichen Gartenhäuschen, die als Geräteschuppen oder Spielhäuser angeboten werden. Mit einer Innenfläche von ein bis zwei Quadratmetern bieten sie ausreichend Liegeplatz für fünf bis sechs Wachteln und sind auch für den Halter vollständig zugänglich.

Um die Gesundheit der Tiere zu erhalten ist ein trockener, Zugluftfreier und heller Stall unabdingbar. Das Gartenhäuschen kann bei entsprechender Gestaltung all diese Ansprüche erfüllen. Konzipiert für die Aufbewahrung von Gerätschaften ist der Innenraum eines Gartenhäuschen von vornherein trocken und kann mit einer staubfreien Einstreu aus Hobelspänen, Pellets oder Strohhäcksel ausgelegt werden.

Die meisten Häuschen sind mit einem oder mehreren Fenstern ausgestattet und erlauben so ein Eindringen von Tageslicht. Das Tageslicht mit seinen UV-Strahlen ist ausschlaggebend für die Gesundheit der Tiere, stärkt es doch die Knochen und das Immunsystem. Durch die Fenster erübrigt sich das Anbringen einer UV-Lampe, wie es bei fensterlosen Ställen der Fall sein müsste. Eine zusätzliche Lichtquelle für die dunklen Wintermonate sollte so ausgewählt werden, dass sie etwa zehn Stunden am Tag leuchten sollte und dies möglichst konstant und ohne zu flackern. Wachteln reagieren auf flackerndes Licht mit einem erhöhten Stresspegel, der sich wiederum auf die Gesundheit und die Legefrequenz auswirkt. Passendes Equipment für die Innenausstattung lässt sich entweder online beim wachtel-shop.com erwerben.

Wachteleier

Die Wachteleier finden durch ihre Färbung oft als Dekoobjekt Verwendung. Dabei sind sie auch zubereitet eine leckere Delikatesse.

Stabil und sicher bei Wind und Wetter

Ein Gartenhäuschen bietet zuverlässig Schutz bei jeder Witterung und ist generell sehr stabil gearbeitet. Die Tiere sind dadurch über Nacht vor möglichen Gefahren, wie durch Raubtiere, etwa Füchse und Katzen und wetterbedingte Umwelteinflüsse geschützt und bleiben so bei bester Gesundheit und Legefreude. Wachteln bevorzugen gemäßigte Temperaturen und legen auch im Winter weiterhin Eier, wenn es nicht zu kalt wird. Stattet man das Gartenhäuschen mit einer Heizquelle aus, besteht so die Möglichkeit, das ganze Jahr über frische Wachteleier zu bekommen. Ein Gartenhäuschen aus massivem Material sorgt dabei bereits für eine gewisse Grundtemperatur, sodass theoretisch auch die Gewinnung von Bruteiern bei der entsprechenden Heizung in den Wintermonaten möglich ist. Im Sommer bietet diese Form des Stalls ausreichend Schatten und Schutz vor der brennenden Sonne, sollte aber um ein umzäuntes Außengehege ergänzt werden, da sich der Innenraum stark aufheizen kann.

Mit ein paar einfachen Handgriffen vom Gartenhaus zum Wachtelstall

Die im Handel angebotenen Gartenhäuser unterscheiden sich je nach Modell stark in Größe und Verarbeitung. Zur Haltung von Wachteln sollte ein Häuschen gewählt werden, das mindestens mannshoch ist, sodass der Halter sich zum Reinigen des Stalls, zum Einsammeln der Eier und zur Pflege der Tiere aufrecht darin bewegen kann. Aber auch die Wachteln benötigen eine solche Höhe, um sich nicht an einer zu niedrigen Decke zu verletzen, wenn sie einmal erschreckt auffliegen.

Um den Stall ausreichend lüften zu können, sollten die Fenster zu öffnen sein und mit einem engmaschigen Draht versehen werden. Dadurch können die Wachteln nicht entweichen und Marder, Katzen und ähnliche Feinde nicht eindringen.

Ergänzt man das Häuschen dann noch um eine verschließbare Hühnerklappe, können die Wachteln bequem zwischen Gartenhäuschen und Freigehege wählen und für die Nacht sicher im Stall untergebracht werden.

Wachtelnest

Eine artgerechte Haltung ist bei Wachteln deutlich leichter und weniger aufwändig als bei Hühnern.

Alles rechtens?

Wer dem lieben Federvieh ein dauerhaftes Zuhause bieten will, sollte sich unbedingt vorher mit der Rechtslage auseinandersetzen. Zwar fallen Wachteln als Hühnervögel unter den Oberbegriff Kleintiere und sind daher ähnlich wie Kaninchen oder Meerschweinchen auch in einem Wohngebiet ohne besondere Vorkehrungen zu halten. Wird dem Gebot der Rücksichtnahme Rechnung getragen, ist das Bauen einer Anlage für die Haltung von Wachteln gestattet, solange die Anzahl der Tiere angemessen ist. Dies setzt allerdings voraus, dass die unmittelbaren Nachbarn mit den Gartenbewohnern einverstanden sind. Ansonsten kann ein nervenaufreibender Nachbarschaftsstreit drohen. Auch Kleingartenpächter sollten sich vor dem Umbau ihres Gartenhäuschens zum Wachtelparadies mit ihrer Kleingartenverordnung auseinander setzen, da das Halten von Haustieren in Kleingartenanlagen prinzipiell untersagt ist. Infomaterialen vom örtlichen Wachtelzüchter oder Webseiten wie bauernhahn.de geben ausführlich Auskunft über die aktuelle Rechtslage.

So abgesichert steht dem Einzug der gefiederten Freunde nichts mehr im Wege!

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